Borota Consulting - Blog

Sprachsensible Kommunikation

Haben Sie als Unternehmen oder als Organisation mit internationalen Mitarbeitenden schon einmal darüber nachgedacht, welche Bedeutung eine sprachsensible Kommunikation für flüssige Arbeitsprozesse und generell ein kollegiales Miteinander haben kann?

So verfügen zugewanderte Fachkräfte in der Regel über grundlegende Deutschkenntnisse, meist auf dem Niveau B1 oder B2, die sie entweder in ihrem Herkunftsland oder im Rahmen eines Berufssprachlichen Kurses oder Integrationskurses in Deutschland erworben haben. Damit haben sie bereits ein gutes Sprachverständnis auf den Ebenen des Lese- und Hörverstehens, aber auch der aktiven Anwendung von Sprache in Form von Lesen und Schreiben. Um eine Sprache jedoch in ihrer Gesamtheit und Komplexität besser zu verstehen und zu beherrschen, bedarf es eines längeren Lern- und Erfahrungsprozesses.

Mitarbeitende, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, haben also neben der nicht einfachen Situation, sich in einem neuen Land, einer anderen Gesellschaft, einer unbekannten Unternehmenskultur und einem völlig neuen Arbeitsumfeld zurechtzufinden zusätzlich die Herausforderung, ihren Lebens- und Arbeitsalltag in einer Fremdsprache bestreiten zu müssen. Um ihnen das Einleben, aber auch die sprachliche Kommunikation generell zu erleichtern, bietet es sich an, Kommunikation und Arbeitsprozesse sprachsensibel zu gestalten.

Hilfestellungen, die deutsche Muttersprachler:innen leisten können, sind zum Beispiel:

  • Verständliche Wörter statt Fachwörter benutzen („wichtig“/“nötig“ statt „erforderlich“)
  • Kurze und alltagsnahe Wörter („immer“ statt „stets“) verwenden
  • Eine Erklärung hinzufügen (Betriebszugehörigkeit = wie lange jemand in einem Betrieb ist)
  • Wörter lateinischen Ursprungs oder internationale Wörter benutzen („Dokumente“ statt „schriftliche Unterlagen“)
  • Kurze und einfache Sätze (Statt „Aufgrund einer Veranstaltung ist es nicht möglich, das Teammeeting in Raum B stattfinden zu lassen“ besser „Das Teammeeting wird heute nicht in Raum B sein, weil es dort eine Veranstaltung gibt.“)
  • 1 Gedanke = 1 Satz
  • Statt Nominalisierung besser Verben benutzen (Statt „die Zuschussbeantragung für das Projekt“ besser „Wir beantragen Zuschüsse/öffentliche Gelder für das Projekt.“
  • Schriftliche Kommunikation (E-Mails, Informationen etc.): Texte mit einer Satzlänge von max. 15-20 Wörtern erstellen

Sie möchten mehr zu dem Thema erfahren? Dann sprechen Sie mich an. Wir schauen gemeinsam, wie Sie mithilfe von sprachsensibler Kommunikation die Kommunikationsprozesse in Ihrem internationalen Team wesentlich verbessern können.

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